Lofoten – Orcasafari

Die Orcas, auch Schwertwale genannt, folgen jedes Jahr im Winter großen Heringsschwärmen an die Küste Nordnorwegens.  Der Hering stellt in dieser Jahreszeit ihre HauptnahrungsquelLofoten03_0066ble dar. Bei ihrer Jagd nach dem begehrten Fisch können sie manchmal sogar direkt von der Küste aus beobachtet werden. Das regelmäßige Auftreten dieser größten Tierart aus der Familie der Delfine zwischen Oktober und Februar in den Küstengewässern um die Inselgruppe der Lofoten lockt auch immer wieder naturbegeisterte Menschen in die arktische Zone jenseits des Polarkreises.

Einige Norweger, wie z.B. Magne in Kabelvag, bieten Ausfahrten zum Beobachten der Schwertwale an. Die Anbieter solcher Orca-Beobachtungen halten Funkkontakt zu den ansässigen Fischern, um möglichst schnell die täglich wechselnden Aufenthaltsorte der Schwertwale zu finden. Da das Wetter im Herbst und Winter nicht immer stabil ist, sind Ausfahrten auf das raue Nordmeer und erst recht die Sichtung von Schwertwalen nicht garantiert. Solche Expeditionen besitzen schon aufgrund der umfangreichen Ausrüstung (Kälteschutz, Sicherheit, Kameraausrüstung) einen gewissen Abenteuercharakter. Für uns als Fotografenteam stellte dies eine besondere Herausforderung dar.

Neben täglichen Ausfahrten zu den Orcas, kann man im Winter auch bei hervorragenden Sichtweiten tauchen. Zwischen Kelp und unerwartet bunte Anemonen findet man zahlreiche Bewohner des kalten Nordmeers. Die vielfältige Fauna reicht von Seeigeln und knallbunten Schnecken über riesige Krabben bis hin zu dem grimmig aussehenden Fisch namens Steinbeißer.

Die Landschaft im Winter ist geprägt von mächtigen schneebedeckten Bergen, die sich hoch aus dem Meer erheben und den ständig wechselnden Wolkenformationen, die in Kombination mit dem Sonnenlicht dramatisch anmutende Stimmungen entstehen lassen.

Ein besonders beeindruckendes Naturschauspiel, das vor allem gut in der kalten Jahreszeit beobachtet werden kann,  ist schließlich das Polarlicht (Aurora borealis). Polarlichter treten meistens nur in sehr nördlichen oder südlichen Breiten auf. Die Ursache für das Phänomen sind elektrisch geladene Teilchen, die von der Sonne ausgesandt werden (sogenannter Sonnenwind). Gelangen diese Teilchen in die Nähe der Pole der Erde, werden sie durch das dort am stärksten wirkende Erdmagnetfeld auf schraubenförmigen Bahnen abgelenkt und regen dabei die Sauerstoff- und Stickstoffmoleküle der Erdatmosphäre zum Leuchten an. Im Jahr 2007 war der Sonnenwind besonders stark und man konnte nachts die Polarlichter in den Städten sogar trotz Straßenbeleuchtung sehen.

Unterwasserfotografie und Tauchreiseberichte

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